1) Wie schön blüht uns der Maien,

der Winter fährt dahin.

Mir ist ein schöns Jungfräulein

gefallen in meinen Sinn.

Bei ihr, da wär ich wohl,

wenn ich nur an sie denke,

mein Herz ist freudenvoll.


2) Bei ihr, da wär ich gerne,

bei ihr, da wärs mir wohl.

Sie ist mein Morgensterne,

strahlt mir ins Herz so voll.

Sie hat einen roten Mund,

sollt ich sie drauf küssen,

mein Herz würd mir gesund.


3) Wollt Gott, ich fänd im Garten

drei Rosen auf einem Zweig.

Ich wollte auf sie warten,

ein Zeichen wär mir's gleich.

Das Morgenrot ist weit,

es streut schon seine Rosen:

Ade, du schöne Maid.


Text bei Georg Foster . Überarbeitet durch Max Pohl (1869–1928)