1) Kein schöner Land in dieser Zeit,

als hier das unsre weit und breit,

wo wir uns finden

wohl unter Linden

zur Abendzeit, Abendzeit.


2) Da haben wir so manche Stund'

gesessen wohl in froher Rund'

und taten singen;

die Lieder klingen

im Eichengrund.


3) Daß wir uns hier in diesem Tal

noch treffen so viel hundertmal,

Gott mag es schenken,

Gott mag es lenken,

er hat die Gnad'.


4) Nun, Brüder, eine gute Nacht,

der Herr im hohen Himmel wacht!

In seiner Güten

uns zu behüten

ist er bedacht.Ihr Brüder wißt, was uns vereint,

eine andre Sonne hell uns scheint;

in ihr wir leben,

zu ihr wir streben

als die Gemeind'.



Anton Wilhelm von Zuccalmaglio